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Armin König
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AUTOREN
 
CHRISTA WOLF
Kassandra
 

Lasst euch nicht von den Eignen täuschen

Christa Wolfs „Kassandra“ als politisches Exempel ?

Die Schlacht ist geschlagen, Troja besiegt, was bleibt sind Erinnerungen und verlorene Hoffnungen und das resignierte Eingeständnis eigener Ohnmacht angesichts des unmittelbar bevorstehenden Todes: Kassandra steht vor dem Löwentor in Mykene und blickt in einem inneren Monolog zurück auf den unaufhaltsamen Abstieg und den Untergang ihres Volkes, auf ihre eigene Existenz als Seherin, deren Prophezeiungen niemand Glauben schenken wollte oder konnte. An dieser Stelle beginnt Christa Wolfs Erzählung, die den historischen Kassandra-Stoff von Aischylos und dessen Orestie adaptiert und bearbeitet hat.

Das sind die textimmanenten Voraussetzungen für einen Stoff, der im 20. Jahrhundert anachronistisch wirken musste und doch durch seine zeitgeschichtlichen Bezüge hochaktuell war und so auch verstanden wurde.

Die Schlacht ist geschlagen, die einst vom West-Feuilleton Hochgelobte ist heftig attackiert und ihrer Sicherheit beraubt worden.

Eine zutiefst verunsicherte und auf Selbstrechtfertigung bedachte Star-Autorin zog sich zunächst zurück aus dem öffentlichen Diskurs, um sich neu zu finden, neu zu positionieren. Was bleibt, ist die Aufgabe, ihr Werk neu zu bewerten, kritisch aber fair, nachdem sich der Pulverdampf der Schlacht um eine Autorin gelegt hat, die auch Repräsentantin eines Systems war und der Fritz J. Raddatz „Verdrängung am Rande zur Verlogenheit“ vorgeworfen hat.

Dass die Kritiker nach der Veröffentlichung der Erzählung „Was bleibt“ 1990 „mit der politischen, moralischen und künstlerischen Existenz von Christa Wolf“ abgerechnet haben (Beate Pinkerneil), dass man ihr vorwarf, „sie sei ängstlich, politisch angepasst gewesen“, dass die Auseinandersetzung im Streit um die Stasi-Akte und ihre IM-Vergangenheit kulminierte, hängt auch mit der herausgehobenen Funktion Christa Wolfs im SED-Staat zusammen.

So stellt Günter de Bruyn fest:

„Sie war ehrlich, nicht nur in ihren Büchern, sondern auch in ihrem Auftreten in der Öffentlichkeit. Hinzu kommt, dass sie größten politischen Einfluss in kritischer Hinsicht ausgeübt hat. Wenn behauptet wurde, die DDR-Schriftsteller hätten zum Umsturz 1989 wenig beigetragen, habe ich dem immer widersprochen, weil ich davon überzeugt bin, dass ganz besonders der Einfluss der Bücher Christa Wolfs auf die Einwicklung eines kritischen Denkens in der DDR groß war.“ (De Bruyn im Interview mit Beate Pinkerneil, S. 9)

Die Bezüge in ihrem Werk waren sehr wohl eine Herausforderungen für die Machthaber. „In einem Land, in dem die Zensur darauf achtet, dass hauptsächlich Glücksgefühle zum Ausdruck gebracht werden, ist ein Buch, das überhaupt von menschlichem Scheitern zu reden wagt, schon ein Widerstandsakt“ (de Bruyn, S. 9).

De Bruyn sieht vor allem das Resignative in ihren Büchern, das auch in „Kassandra zum Ausdruck kommt, als „Konfrontation Christa Wolfs mit den Forderungen der Partei in jener Zeit.“ Es sei ein Wagnis gewesen, „Verunsicherung und Verstörung, Ohnmacht und Scheitern“ darzustellen. Dass bei de Bruyn allerdings auch ein Stück Selbstverteidigung mitschwingt, denn auch er war Teil des Systems, wenn auch ein kritischer, darf in diesem Zusammenhang nicht ausgeblendet werden. Immerhin kommt er zum Ergebnis: „Wenn Hoffnung verordnet ist, ist Resignation ein klares Nein.“ (de Bruyn, S. 10).

Dies ist in der DDR verstanden worden, und der Westen hat Christa Wolf in Zeiten der DDR-Diktatur den Status der Dissidentin, der kritischen Stimme der Opposition verliehen, ihr damit auch einen ästhetischen Bonus gegeben, wie diversen anderen kritischen Autorinnen und Autoren.

„Ich glaube, alle ihre Bücher sind aus einer Auseinandersetzung mit ihren politischen Bindungen entstanden. Das heißt, sie sind aus einem Leiden entstanden, das unter anderem daher rührt, dass sie an eine Vision glaubte, die sich mit diesen Machthabern nicht verwirklichen ließ“, stellt Kollege de Bruyn fest. Dagegen sieht der langjährige ZEIT-Literaturchef Fritz J. Raddatz die Entwicklung auch m Lichte neuer Erkenntnisse (Wolf-Rede am 4. November 1989 auf dem Alexanderplatz, Stasi-Akte) sehr viel kritischer. Er wirft ihr vor, ihre Chancen im System nicht genutzt zu haben – und dabei spielen auch Bezüge zum „Kassandra“-Stoff und seiner Adaption eine Rolle:

„Es gibt bei ihr ein großes Element von Feigheit, von Sich-selber-blind-machen. Andere Autoren waren nicht so feige und haben sehr viel früher gesagt, ich schmeiße das ganze Kartenhaus hin, ich mische nicht heimlich eine falsche Karte ins Spiel – um ein schönes Wort von Schädlich zu bemühen – und tue damit, als sich ich der bessere und schlauere Mensch, sondern ich sage nein, dieses ganze Spiel spiele ich nicht mit. Ein Autor wie Czeslaw Milosz hat dies in seinem Buch „Verführtes Denken“ sehr früh analysiert. Das hat Christa Wolf nie geleistet und offenbar nicht leisten können; da gibt es bei ihr ein Stück Verkniffenheit, Feigheit und zum Schluss sogar Lüge“ (Raddatz, S. 18).

Warum dann „die Wolf“ nicht einfach abhaken ? Warum in einer Zeit der Postmoderne die Beschäftigung mit „Kassandra“, einem anachronistischen Stoff, da auf deutschem Boden das Kapitel des tyrannischen SED-Staates mit seinen Unterdrückungsmethoden endgültig geschlossen ist ?

Weil „Kassandra“ ein spannender Stoff mit spannenden politischen und ästhetischen Bezügen bleibt. Auch nach einer Neubewertung des Wolfschen Werkes, auf die wir an anderer Stelle noch näher eingehen werden, bleibt der Rang dieser klassischen Erzählung. Selbst Raddatz, der sie einst für den Nobelpreis nominiert wissen wollte und sie im Lichte neuer Erkenntnisse um so heftiger kritisierte, konzediert dies: „Ich glaube nicht, dass das, was sie mit „Kassandra“ versucht hat, halbherzig war. Hier war ihre Kritik schon ziemlich scharf, erbittert und wahrnehmbar innerhalb des SED-Systems und vor allem für die Leser in der DDR ganz deutlich.“ (Raddatz, S. 16)

Die politische Funktion von Christa Wolfs Kassandra ist unübersehbar, aber es wäre zu platt, die historische Erzählung in die Moderne im Verhältnis eins zu eins zu übersetzen  Dafür ist diese Erzählung zu vielschichtig. Neben alten Mythen aus der Trojaner-Zeit arbeitet Christa Wolf in Kassandra aktuelle, zeitkritische Bezügen aus der Honecker-Ära ein, wenn sie die Entwicklung eine Staates zum Spitzel- und Unterdrückungssystem beschreibt, den zunehmenden Realitätsverlust der Herrschenden, den Missbrauch der Sprache für ideologische Zwecke.

Es geht um ein Staatwesen, in dem Männer die kriegführende Partei des Königs repräsentieren, ein Staatswesen, das auf Kampf und Gewalt aufgebaut ist. Das Patriarchat hat die Macht – mit Männerregeln.

Es geht aber auch um ein Staatswesen, in dem Gewalt gegen Andersdenkende, Bespitzelung und Kujonierung von Dissidenten als Herrschaftsmittel eingesetzt werden, um die Einschränkung von Freiheitsrechten, um die Deutungshoheit über Begriffe. „Wer jetzt nicht zu uns hält, arbeitet gegen uns“, sagt König Priamos der zweifelnden Tochter, der unbotmäßigen Seherin. Die aber warnt: „Wann Krieg beginnt, das kann man wissen, aber wann beginnt der Vorkrieg. Falls es da Regeln gäbe, müßte man sie weitersagen. In Ton, in Stein eingraben, überliefern. Was stände da. Da stünde, untern andern Sätzen: Laßt euch nicht von den Eignen täuschen.“

Kassandra scheitert. Sie ist dem Tod geweiht. Ihre Wahrheiten will im kriegsgeschüttelten Troia niemand hören – im Angesicht einer Staatsmacht, die ihre eigene Wahrheit wie Gift unters Volk gemischt und damit trotz aller Alarmzeichen reüssiert hat.

Kassandra erkennt. Und resigniert. „Jetzt verstand ich, was der Gott verfügte: Du sprichst die Wahrheit, aber niemand wird dir glauben. Hier stand der Niemand, der mir hätte glauben müssen; der das nicht konnte, weil er gar nichts glaubte. Ein Niemand, der nicht glaubensfähig war.

Da habe ich den Gott Apoll verflucht.“

Kassandra geht hart mit sich ins Gericht. „Der Krieg und die Lüge“ heißt ihr Thema. Und das Schweigen der wissenden Seherin, die och als Tochter des Königs Priamos so nah an der Macht war. Überleben um jeden Preis ist lange nicht ihr Weg – aber schließlich fügt sie sich ins Unabweisbare.

„Da ich das Wichtigste nicht sagen durfte, fiel mir nichts mehr ein.“

Ihre Auflehnung am Schluss wird ihr nicht mehr helfen aber auch nicht mehr schaden, denn ihr Schicksal ist längst beschlossen. Kassandra ist, wie ihre Zwillinge, dem Tod geweiht. Die Götter haben nicht geholfen. Das schmerzt die ohnmächtige Seherin auf ihrem letzten Weg: „Ins Finstere. Ins Schlachthaus. Und allein.

Mit der Erzählung geh ich in den Tod. Hier ende ich, ohnmächtig, und nichts, nichts was ich hätte tun oder lassen, wollen oder denken können, hätte mich an ein andres Ziel geführt. Tiefer als von jeder andren Regung, tiefer als selbst von meiner Angst, bin ich durchtränkt, geätzt, vergiftet von der Gleichgültigkeit der Außerirdischen gegenüber uns irdischen. Gescheitert das Wagnis, ihrer Eiseskälte unsre kleine Wärme entgegenzusetzen.“

Sie, die Privilegierte, die Königstochter, geht den letzten Weg verbittert, allein verschlossen. Die Eigenen habe ihr nicht geglaubt, obwohl sie die Zeichen doch hätten sehen müssen. Das Volk: verführt, verblendet, irregeleitet von Eumelos und den Seinen. Das Spitzelsystem des Eumelos weist fatale Ähnlichkeit mit den Geheimpolizeien autoritärer Diktaturen auf. Eu-melos, der Erich Mielke des Priamos ? Man kann es so lesen, muss es wohl auch so, denn schließlich ist der Text zu DDR-Zeit geschrieben worden, als in Europa kalter Krieg herrschte und die Ostberliner Führung Dissidenten bespitzelte, kaltstellte, verhaftete, abschob.

Dissidenten spielen auch in „Kassandra“ eine Rolle auch. Ihnen haftet der Ruch des Verräters an. Christa Wolf zeichnet sie nicht sehr sympathisch. Immerhin: Sie hatten Mut,  wagten den Bruch mit dem System.

Und Kassandra ? Was wollte sie ? Was tat sie ?

„Mit meiner Stimme  sprechen: das Äußerste. Mehr hab ich nicht gewollt.“

Sie bleibt – und scheitert in einem autoritären System, das auf Lug und Trug, Bespitzelung, Gewalt und falsche Götter aufgebaut ist, das an Phantome glaubt. Mehr und mehr durchschaut Kassandra dieses menschenverachtende, menschenmordende (Männer-)System.

Sie setzt ihm ihr Utopia entgegen, die Frauen-Höhlen am Skamander. Ihr Motto: „Zwischen Töten und Sterben ist ein Drittes: leben.“

Das ist ihre (arg romantische) Alternative. „Kassandra erreicht ihre soziale und emotionale Selbständigkeit erste gegen Ende des Krieges, als sie sich schon vom königlichen Palast ab- und den Frauen in den Ida-Bergen zuwendet. Kassandras langer Weg zur Autonomie, zur Bewußtheit, ist von Schweigen und Verschweigen durchdrungen.

Kassandras Schweigen signalisiert Konflikte, Tabus, Verdrängung, Unterwerfung. Als Königstochter und Priesterin verbindet sie zunächst ein starkes Zusammengehörigkeitsgefühl mit dem Staat, von dem sie sich nur langsam lösen kann, um ihre Autonomie zu erreichen. Äußere Faktoren wie Verbote von Seiten der Mächtigen, Unterdrückung – Repression also – oder innere Faktoren wie Übereinstimmungswunsch, Selbsttäuschung und emotionale Abhängigkeit bewirken Kassandras Sprachlosigkeit.

Allmählich begreift Kassandra, dass es in Troia Staatsgeheimnisse gibt und dass die wenigen Eingeweihten einer Schweigepflicht unterliegen.“ (KETZER UMBACH, S. 197-198)

Die Frauen am Skamander bauen auf die Alternative, „das lächelnde Lebendige, das imstande ist, sich immer wieder aus sich selbst hervorzubringen, das Ungetrennte, Geist im Leben, Leben im Geist.“

Doch das Volk will Anderes: Kämpfe, Siege, Handfestes. Und Lügen. Die Lügen des Systems Eumelos. Dagegen haben Träume Visionen vom anderen Leben nicht den Hauch einer Chance. „Deine Träume gegen ihre Wurfspeere!“ schleudert Penthesilea Kassandra entgegen. Am Ende wird Penthesilea Recht behalten. Aber sie hat wenigstens gekämpft. Auch wenn sie, die kämpfende Amazone, ebenfalls scheitert.

Am Volk. Am Gegner. An den Göttern.

„Gescheitert das Wagnis, ihrer Eiseskälte unsre kleine Wärme entgegenzusetzen.“ Vielleicht auch deshalb, weil sie das System so lange mitgetragen haben. Weil sie, die doch im ersten Kreis der Macht standen, nicht mutiger Widerstand geleistet haben, als der Widersprechen noch geholfen hätte. Es ist keine Frage der Schuld. Denn am Ende zahlen sie einen hohen Preis. Aber es ist eine Frage der Selbstbehauptung.

Sie haben ein Geheimnis, und dieses Geheimnis können die Mächtigen ihnen nicht entreißen: Selbstbehauptung müssen diese Frauen mit Schmerzen erlernen und erkämpfen.

Das ist der Königinnenweg der Frauen.

Sie haben vieles erlitten: vergewaltigt, geschändet, eingekerkert, zwangsverheiratet. Die Gräuel des Krieges haben sie mit eigenen Augen gesehen. Männer-Gräuel. Helden-Mythen. Als sie sich wehrten, war es zu spät, das System zu verändern. Denn die Oberen waren korrupt, das Volk feige.

Und die Chance auf einen Neuanfang ?

Aineias sucht sie.

„Aineias, der mich nie bedrängte, der mich immer gelten ließ, nichts an mir biegen oder ändern wollte, bestand darauf, dass ich mit ihm ging. Er wollte es mir befehlen. Unsinnig sei es, sich in den Untergang hineinzuwerfen, der nicht aufzuhalten sei. Ich sollte unsre Kinder nehmen – er sagte: unsre Kinder! – und die Stadt verlassen. Ein Trupp von Troern habe sich dazu bereitgefunden, und nicht die schlechtesten. Mit Vorräten versehen und bewaffnet. Und entschlossen, sich durchzuschlagen. Ein neues Troia irgendwo zu gründen. Von vorne anzufangen. Meine Anhänglichkeit in Ehren. Doch nun sei es genug.

Du mißverstehst mich, sagte ich zögernd. Nicht Troias wegen muß ich bleiben, Troia braucht mich nicht. Sondern um unsretwillen. Um deinet- und um meinetwillen.

Aineias. Lieber. Du hast mich verstanden, lange eh du’s zugabst. Es war ja klar: Allen, die überlebten, würden die neuen Herren ihr Gesetz diktieren. Die Erde war nicht groß genug, ihnen zu entgehn. Du Aineias, hattest keine Wahl: Ein paar hundert Leute musstest du dem Tod entreißen. Du warst ihr Anführer. Bald, sehr bald wirst du ein Held sein müssen.

Ja! Hast du gerufen. Und ? – An deinen Augen sah ich, du hattest mich begriffen. Einen Helden kann ich nicht lieben. Deine Verwandlung in ein Standbild will ich nicht erleben.“

Und so bleibt Kassandra zurück, dem sicheren Tod geweiht.

Sie hat einen anderen Entwurf gewählt, auch wenn ihr nur noch wenig Zeit zum Leben bleibt. Als es um alles oder nichts geht, entscheidet sich die „exemplarische Dissidentin“, die „Frau am Schnittpunkt zwischen Patriarchat und Matriarchat“ (profil), gegen das männliche Herrschaftsdenken.

„Seit ich die Angst der Männer sah: Was war denn ihre Angst vorm Kampf, wenn nicht die Angst vor körperlichem Schmerz. Ihre ausgefallnen Tricks, die Angst zu leugnen oder vor dem Schmerz, dem Kampf zu fliehn.“

Schmerz ist ein Schlüsselbegriff. Ein trojanisches Pferd in der Männerwelt.

„Es gibt einen Schmerz, der nicht mehr weh tut, weil er alles ist. Luft. Erde. Wasser. Jeder Bissen. Und jeder Atemzug, jede Bewegung. Nein, es ist unbeschreiblich.“

Es bleibt die Warnung an die Zukünftigen, wachsam zu sein, die Zeichen der Ze4it rechtzeitig zu erkennen: „Wann Krieg beginnt, das kann man wissen, aber wann beginnt der Vorkrieg. Falls es da Regeln gäbe, müßte man sie weitersagen. In Ton, in Stein eingraben, überliefern. Was stände da. Da stünde, untern andern Sätzen: Laßt euch nicht von den Eignen täuschen.“

 

Literatur:

Primärliteratur

Christa Wolf: Kassandra.

Christa Wolf: Voraussetzungen einer Erzählung: Kassandra. Frankfurter Poetik-Vorlesungen. Darmstadt und Neuwied 1983.

 

Sekundärliteratur

Christa Wolf: Kassandra. In: Kindlers Literatur-Lexikon.

Delisle, Manon: Weltuntergang ohne Ende : Ikonographie und Inszenierung der Katastrophe bei Christa Wolf, Peter Weiss und Hans Magnus Enzensberger. Würzburg  2001.

Gidion, Heidi: Christa Wolfs „Nachdenken über Christa T.“. Wiedergelesen nach fünfundzwanzig Jahren. S. 48-58.

Glau, Katherina: Christa Wolfs "Kassandra" und Aischylos' "Orestie" : zur Rezeption der griechischen Tragödie in der deutschen Literatur der Gegenwart. Heidelberg 1996.

Haas, Friedhelm: Christa Wolfs "Kassandra" als "Modellfall politischer Erfahrung" : Eine Interpretation. Essen 1992.

Ketzer Umbach, Rosani: Schweigen oder Schreiben. Sprachlosigkeit und Schreibzweifel im Werk Christa Wolfs (1960-1990). Berlin 1997.

Mauser, Wolfram (Hrsg.): Erinnerte Zukunft. 11 Studien zu Werk Christa Wolfs. Würzburg 1985.

Meyer Gosau, Frauke: Lebensform Prosa. Eine Wegbeschreibung von der „Moskauer Novelle“ zu „Was bleibt“. In: In: text + kritik 46/1994. München 1994, S.23-34.

Pak, Schoro: Probleme der Utopie bei Christa Wolf. Überlegungen zu „Kein Ort. Nirgends“ und „Kassandra“. Frankfurt/M. 1989.

Pinkerneil, Beate: Gespräche über Christa Wolf. Mit Günter de Bruyn und Fritz J. Raddatz. In: text + kritik 46/1994. München 1994, S. 9-22

Preußer, Heinz-Peter: Projektionen und Missverständnisse. Über den Nobilitierungsdiskurs der westlichen Rezeption und einige Unvermeidbarkeiten im Umgang mit Christa Wolf, ihrer Erzählung „Kassandra“ und den sie begleitenden „Voraussetzungen“. In: In: text + kritik 46/1994. München 1994, S.68-87.

Renner, Rolf Günter: Mythische Psychologie und psychologischer Mythos. ZU Christa Wolfs „Kassandra“. In: Erinnerte Zukunft 1985, S. 265-290.

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